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Offene Obergärung

Es gibt Sie noch, die praktisch vergessenen, aufwändigen Braumethoden. Im Gärhaus der Berg Brauerei sieht man Hefeweizen in offenen Bottichen gären – eine Braumethode von ganz großer Seltenheit.

Aus dem Sudhaus kommt die Würze hier in den runden Gärbottich und beginnt zusammen mit der obergärigen Hefe die Gärung. Der Gärschaum steigt nach oben und läuft über den breiten Schnabel aus dem Gärbottich. Dadurch werden ganz natürlich Gerbstoffe, die über das Malz und den Hopfen in die Würze gekommen sind, abgesondert. Die Gärung im Bottich geht weiter, indem die Hefe nach oben steigt – daher obergärig. Aus dem offenen Gärbottich wird diese Hefe mit dem großen Sieblöffel abgehoben. Die mit dem Sieblöffel abgehobene Hefe wird zur Vergärung des nächsten Suds der Würze zugegeben. Mit dieser Methode kommt der obergärige Charakter der Hefe zu seinem besonderen Ausdruck. Nach der offenen Obergärung kommt das Jungbier aus dem Gärbottich in den Kaltlagertank. Hier gärt das Jungbier ein zweites Mal weil frische Würze und Hefe dazu gegeben werden. Der Brauer nennt das Kräusen.

Durch die offene Obergärung und die natürliche Abtrennung der Gerbstoffe können wir auf Filtration verzichten. So bleiben alle Aromen, Vitamine und Mineralien im Bier enthalten. Nur sehr wenige Brauereien setzen das aufwändige Verfahren der original offenen Obergärung ein. Wir pflegen diese Brauweise, weil wir damit ein Hefeweizen brauen, das seinen obergärigen Charakter besonders entfaltet und anders riecht und anders schmeckt. Bei Festen, in Dorfgasthäusern, in Landgasthöfen und Kneipen hört man daher oft die Bestellung „ich trink noch a gscheids Woiza“.


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© 2017 Ulrich Zimmermann Berg Brauerei