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Bioland-Partnerschaft auf der Schwäbischen Alb

06.02.2026

Linse trifft Gerste - eine Symbiose mit Geschichte und Zukunft

Auf der Schwäbischen Alb hat die Linse seit Jahrhunderten ihre Heimat. Sie liebt den kargen Kalkboden, auf dem das Wasser schnell versickert. Doch weil die Linse ein zartes Pflänzchen ist, braucht sie Halt. Damit sie Wind und Regen standhält, säen die Landwirte der Erzeugergemeinschaft „Alb-Leisa“ traditionell Getreide dazu – meist Gerste oder Hafer. An den kräftigen Halmen hangelt sich die Linse hoch.

Besonders passend ist die Kombination mit Braugerste: Beide Pflanzen können gleichzeitig gesät und geerntet werden. So entsteht eine alte, fast vergessene Symbiose, die den ökologischen Kreislauf stärkt. Aus genau dieser Braugerste braut die Berg Brauerei heute ihre Bioland-Spezialitäten: Jubelbier, Spezial, Schäfleshimmel, 3-Korn-Hefeweizen, alkoholfreies Hefeweizen – und Cyriakus, unser alkoholfreies Bier mit Charakter, erhältlich in 0,5 l und 0,33 l.

Die Tradition der Linse auf der Schwäbischen Alb reicht weit zurück. In den 1960er Jahren jedoch verschwand sie fast vollständig von den Feldern. Erst in den 1980er Jahren besannen sich engagierte Landwirte rund um Woldemar Mammel auf die alte Kulturpflanze und starteten den Anbau neu. Der Weg war beschwerlich: Original-Saatgut war kaum mehr vorhanden. Die Rettung kam 2007, als die „Linsenfreunde“ im Wawilow-Institut in St. Petersburg fündig wurden. Dort entdeckten sie die alten schwäbischen Sorten „Späth 1“ und „Späth 2“ – und brachten sie mühsam zurück auf die Alb.

Seitdem wächst die Linse wieder in ihrer Heimat. Gemeinsam mit Lutz Mammel und den Landwirten der Öko-Erzeugergemeinschaft „Alb-Leisa“ arbeiten wir Hand in Hand: Sie bauen die Braugerste für uns an, wir veredeln sie in der Brauerei zu charaktervollen Bioland-Bieren. So wird die Geschichte der Linse weitergeschrieben – und verbindet Landwirtschaft und Braukunst auf ganz besondere Weise.

Berg Bier-Spezialitäten mit der "Alb Leisa"-Gerste